10 Nur ausgeben, was man hat

10. Nur ausgeben, was man hat

Der verantwortungsvolle Umgang mit Geld beginnt mit der grundlegenden Regel: Gib nur das Geld aus, das du hast. Es ist wichtig, seine Ausgaben im Blick zu behalten und nicht mehr auszugeben, als du tatsächlich besitzt. Wer diese Lektion früh lernt, wird später keine Schulden machen und finanzielle Sicherheit erlangen.

Das grundlegende Prinzip im Umgang mit Geld ist einfach: Gib nur das aus, was du hast. Wenn dein Kind zum Beispiel 10 Euro Taschengeld hat, dann sollte es auch nur diesen Betrag ausgeben und sich nicht auf andere verlassen oder Geld „leihen“, um mehr auszugeben.

Dies hilft deinem Kind, Schulden zu vermeiden und finanzielle Verantwortung zu entwickeln. Erkläre deinem Kind anschaulich, dass Geld, sobald es ausgegeben wurde, nicht mehr verfügbar ist und es gut überlegt sein muss, wofür es verwendet wird.

10.1 Den Geldfluss verstehen

Kinder müssen frühzeitig begreifen, dass, wenn Geld einmal ausgegeben wurde, es für andere Dinge nicht mehr zur Verfügung steht. Hilf deinem Kind, den Geldfluss zu verstehen: Geld kommt rein (z.B. durch Taschengeld oder Geschenke) und geht wieder raus (durch Einkäufe). Der Rest, der übrig bleibt, kann gespart werden.

Tipp: Arbeite mit einem Taschengeld-Kalender, bei dem dein Kind seine Ausgaben und Einnahmen notiert. So bekommt es ein Gefühl für den Geldfluss und lernt, seine Finanzen zu planen.

Vorfreude und Sparen

Es ist eine wichtige Lektion, dass es oft besser ist, auf Wünsche zu sparen, anstatt sich alles sofort zu kaufen. Erkläre deinem Kind, dass Vorfreude die schönste Freude sein kann – denn wenn es lernt, auf etwas zu warten und dafür zu sparen, wird die Freude am Ende größer sein.

10.2 Haushalten lernen: Ein Budget aufstellen

Ein Budget zu erstellen, ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen bewussten Umgang mit Geld. Es hilft dabei, die Einnahmen und Ausgaben zu planen und sicherzustellen, dass dein Kind nicht mehr ausgibt, als es hat. Das Budget unterstützt dein Kind dabei, zu lernen, klug zu planen und größere Wünsche durch Sparen zu erreichen.

Tipp: Zeige deinem Kind, wie man mit einem Wochenbudget arbeitet. Es kann entscheiden, wie viel es für kleine Wünsche ausgibt und wie viel es für größere Ziele spart.

Was ist ein Budget?

Ein Budget zu erstellen, ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen bewussten Umgang mit Geld – sowohl für dich als Elternteil als auch für dein Kind. Ein Budget hilft dabei, die Einnahmen und Ausgaben zu planen und sicherzustellen, dass man nicht mehr ausgibt, als man hat. Es geht darum, eine Balance zu finden zwischen dem Geld, das du zur Verfügung hast, und den Dingen, die du dir leisten möchtest.

Nur so viel ausgeben, wie man hat

Um deinem Kind beizubringen, nur das Geld auszugeben, das es besitzt, kannst du den Geldfluss visualisieren. Einnahmen wie das Taschengeld und gelegentliche Geschenke von Großeltern sind ein wichtiger Teil. Doch dann gibt es auch Ausgaben, wie zum Beispiel kleine spontane Käufe oder das langfristige Sparen für größere Wünsche. Die Kunst liegt darin, diese beiden Seiten im Blick zu behalten und zu planen, damit das Geld nicht plötzlich aufgebraucht ist. Hier hilft es, wenn du deinem Kind beibringst, wöchentlich oder monatlich zu überprüfen, wie viel Geld noch übrig ist.

Der Unterschied zwischen Sparen und Ratenzahlung

Ein Budget unterstützt dein Kind dabei, erst Geld zu sparen und dann zu kaufen. Es ist wichtig, dass dein Kind früh versteht, dass es besser ist, erst auf einen Wunsch zu sparen, als in Raten zu zahlen. Wenn man etwas sofort kauft, ohne das Geld dafür zu haben, entstehen Schulden, die man später zurückzahlen muss. Und das bringt zusätzliche finanzielle Belastungen mit sich. Der Grundgedanke lautet: Erst sparen, dann kaufen – das vermeidet unnötigen Druck und lehrt dein Kind Geduld und Planung.

Gefahren der Schulden

Schulden entstehen, wenn man mehr ausgibt, als man hat. Diese Situation kann leicht auftreten, wenn man nicht achtsam ist und sein Budget nicht im Blick behält. Für Kinder kann dies zum Beispiel dann passieren, wenn sie einen Wunsch sofort erfüllen wollen, aber das nötige Geld noch nicht vorhanden ist. Daher ist es wichtig, dass dein Kind früh lernt, dass Schulden vermieden werden sollten und wie wichtig es ist, bewusst mit dem Geld umzugehen.

10.3 Unser Wochen- und Kontensystem

Wir als Familie haben zwei Systeme etabliert, um mit unserem Geld zu haushalten:

  1. Das Wochenbudget: Jeden Sonntag heben wir eine feste Summe in bar ab, die wir für die kommende Woche zur Verfügung haben. So haben wir einen klaren Überblick darüber, wie viel Geld wir noch ausgeben können und vermeiden es, zu viel Geld auszugeben. Dies hilft auch, das Gefühl für Geld zu bewahren, da Bargeld einfach greifbarer ist als Kartenzahlungen.
  1. Das Kontensystem: Zusätzlich haben wir bei unserer Bank N26 sogenannte Unterkonten eingerichtet. Direkt, wenn das Gehalt auf das Hauptkonto eingeht, wird ein Teil des Geldes automatisch auf verschiedene Unterkonten verteilt – zum Beispiel für das Auto, Reisen oder größere Anschaffungen. So wissen wir immer genau, wie viel Geld wir für bestimmte Zwecke zur Verfügung haben, und es hilft uns, größere Ausgaben im Voraus zu planen. Dieses System hilft uns dabei, unüberlegte Spontankäufe zu verhindern und fördert die langfristige Planung.

Verantwortungsvolles Ausgeben und Planen

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld bedeutet, dass dein Kind lernt, die Kontrolle über seine Finanzen zu behalten. Es soll sich regelmäßig bewusst machen, wie viel Geld zur Verfügung steht und wie es am besten verwendet wird. Dies kann durch das Überprüfen seiner Spardosen oder eines Taschengeldkontos geschehen.

Wichtig ist auch, dass dein Kind den Unterschied zwischen kleinen spontanen Käufen und längerfristigen Sparzielen erkennt. So lernt es, überlegt zu handeln und langfristig finanziell verantwortungsbewusst zu werden.

Überlegt und smart ausgeben

Eines der wichtigsten Ziele der finanziellen Erziehung ist es, deinem Kind beizubringen, überlegt und smart mit Geld umzugehen. Es geht darum, kluge Kaufentscheidungen zu treffen und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Dein Kind sollte lernen, dass es nicht immer das Beste ist, das Geld sofort auszugeben, sobald es etwas Schönes sieht. Stattdessen kannst du deinem Kind beibringen, zuerst zu überlegen: Brauche ich das wirklich? oder Würde ich lieber für etwas Größeres sparen?

Hier hilft es, ein Ziel vor Augen zu haben. Wenn dein Kind sich etwas wünscht, kann es konkret darauf hin sparen und diesen Wunsch Schritt für Schritt erreichen. So lernt es, dass es möglich ist, größere Anschaffungen zu tätigen, ohne sofort alles ausgeben zu müssen. Ein tolles Hilfsmittel dabei sind verschiedene Spardosen: Eine für kurzfristige Wünsche wie Eis oder Süßigkeiten und eine für mittelfristige Anschaffungen wie Spielzeug oder größere Unternehmungen.

10.4 Dein Einfluss auf dein Kind

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Eltern den größten Einfluss darauf haben, wie ihre Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit Geld erlernen. Dabei geht es nicht darum, deinem Kind ständig Vorschriften zu machen oder mit dem mahnenden Zeigefinger zu drohen, sondern vielmehr darum, vorbildlich voranzugehen. Dein Kind schaut sich viel von deinem Verhalten ab.

Wenn du im Alltag bewusst und überlegt mit Geld umgehst, wird auch dein Kind diese Einstellung übernehmen. Kinder lernen durch Beobachtung. Wenn du dein Budget gut planst, sparsam bist und größere Anschaffungen überlegst, wird dein Kind sich daran orientieren.

Es ist also wichtig, offen mit deinem Kind über Geld zu sprechen und ihm dabei zu helfen, frühzeitig ein gesundes Verständnis für Finanzen zu entwickeln. Zeige ihm, dass es nicht schlimm ist, mal auf einen Wunsch zu verzichten oder auf etwas Größeres hinzusparen. Der Weg ist das Ziel, und dein Kind wird stolz sein, wenn es durch eigene Anstrengung und Geduld seine Wünsche erfüllen kann.