"Mein Kind will Bücher lesen, die noch zu schwierig sind"

Lass uns hier doch mal schauen, was du machen kannst, wenn dein Kind Bücher lesen möchte, die eigentlich noch zu schwer sind.

Erstmal sollten wir dieses Leseinteresse deines Kindes nicht bremsen und es deinem Kind so leicht wie möglich machen.

Wenn dein Kind ein solches Buch alleine liest, ist es wahrscheinlich schnell gefrustet und gibt auf. Das wollen wir ja nicht.

Hier habe ich dir 3 Ideen mitgebracht, die den Lesetext für dein Kind entlasten sollen.

Tipp 1: Teilt euch die Seiten auf

Ich habe es mit meiner Tochter immer so gemacht, dass sie jede 5. Seite gelesen hat. Bevor es losging, hat sie sich zwei Zahlen ausgesucht - z. B. 0 und 5. Sie hat dann all die Seiten gelesen, deren Seitenzahlen auf 0 und 5 endeten. Natürlich hatte sie oft zu Beginn geschaut, welche Seiten mehr Bilder und weniger Text hatten und ihre Auswahl danach beeinflusst - clever und total okay.

Tipp 2: Die ersten Sätze gehören deinem Kind

Eine andere Variante ist es, dass dein Kind von jeder Seite die 2 ersten vollständigen Sätze liest. Danach bist du dann wieder dran und dein Kind kann deinen Worten lauschen und in die Geschichte abtauchen.

Tipp 3: Der Leseroboter

Hier liest dein Kind ein Buch und du bist der Leseroboter für dein Kind. Das funktioniert so: Dein Kind hält beim Vorlesen deine Hand und sobald ein vermeintlich schwieriges Wort erscheint, drückt dein Kind deine Hand. In diesem Moment liest du dann das Wort vor und der Lesefluss bleibt erhalten.

Zu Beginn kann es vorkommen, dass dein Kind öfters deine Hand drückt, denn das macht auch irgendwie Spaß. Aber dein Kind will das Lesen üben und du kannst darauf vertrauen, dass es zunehmend mehr Wörter alleine lesen wird.

Ich hoffe, es ist ein Tipp für euch dabei, den ihr mal ausprobieren wollt.